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Das Land, der Bund sowie das ERP-Sondervermögen und die EU unterstützen den Start in die Selbständigkeit und die Festigung der Selbständigkeit durch Förderprogramme. 

Zuschüsse

Arbeitsagenturen

Arbeitslose, die sich selbstständig machen wollen, erhalten zur Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit den sogenannten Gründungszuschuss. Der Gründungszuschuss (Rechtsgrundlage: Sozialgesetzbuch Drittes Buch – SGB III – vom 24.3.1997, §§ 57, 58 in der jeweils geltenden Fassung). Der Gründungszuschuss kann geleistet werden, wenn der Arbeitnehmer bis zur Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit Anspruch auf Entgeltersatzleistungen nach dem SGB III hat oder in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach dem SGB III beschäftigt war. Bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit müssen Gründerinnen und Gründer noch über einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tage verfügen. Eine fachkundige Stelle muss das Existenzgründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit der Existenzgründung bestätigen. Es handelt sich hierbei jedoch nur um eine Kann-Leistung und bedarf einer sorgfältigen Prüfung.

 

Höhe, Dauer und Auszahlungsbedingung des Gründungszuschusses

Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen geleistet. Für sechs Monate wird der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und 300 € zur sozialen Absicherung gewährt. Für weitere sechs Monate können 300 € pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten dargelegt werden.

 

Anspruch auf Arbeitslosengeld

Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld mindert sich (in den ersten neun Monaten der Förderung) um die Anzahl von Tagen, für die ein Gründungszuschuss gezahlt wurde. Ab dem 1. Februar 2006 besteht die Möglichkeit, sich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung zu versichern.

 

JobCenter (§ 16b SGB II)

Das Einstiegsgeld kann als Zuschuss zum Arbeitslosengeld II gezahlt werden. Sie können Einstiegsgeld beantragen, wenn Sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, die nur gering bezahlt wird und mindestens 15 Stunden wöchentlich umfasst oder sich selbstständig machen wollen und Ihre Tätigkeit einen hauptberuflichen Charakter hat. Das Einstiegsgeld wird als Zuschuss zum Arbeitslosengeld II (ALG II) erbracht. Das Gesetz sieht eine Höhe von maximal 100 % der ALG-II-Regelung (345 Euro) vor. Die Förderdauer liegt bei maximal 24 Monaten. Zugangsvoraussetzungen zum Einstiegsgeld sind Hilfebedürftigkeit und die Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens. Den Trägern wird von der Bundesagentur empfohlen: in der Regel 50 % der Höhe der Regelleistung (351 Euro) als Einstiegsgeld zu gewähren, das Einstiegsgeld in der Regel für 12 Monate zu gewähren, darüber hinausgehende Einstiegsgeld-Zuschüsse degressiv zu gestalten und dabei die Dauer der Arbeitslosigkeit sowie die Größe der Bedarfsgemeinschaft (zusätzlich 10% pro Familienmitglied) zu berücksichtigen.

 

§ 16c Leistungen zur Eingliederung von Selbständigen

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die eine selbständige, hauptberufliche Tätigkeit aufnehmen oder ausüben, können Darlehen und Zuschüsse für die Beschaffung von Sachgütern erhalten, die für die Ausübung der selbständigen Tätigkeit notwendig und angemessen sind. Zuschüsse dürfen einen Betrag von 5.000 Euro nicht übersteigen.

Darlehen (Gesetzestext §16c SGB II, Abs. 5.1)

Gründungswilligen bzw. Selbständigen sollen vorrangig Darlehen gewährt werden, sofern dies nicht mit einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand verbunden oder im Einzelfall die Gewährung eines Zuschusses zielführender ist. Die Darlehenshöhe kann den Maximalbetrag für Zuschüsse in Höhe von 5.000 Euro überschreiten.

 

FÖRDERMITTEL

 

Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW)

Quelle : Runderlass vom 30.11.2007, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 37 vom 14.12.2007, S. 861; zuletzt geändert durch Runderlass vom 22.11.2013, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 33 vom 20.12.2013, S. 579

 

Ziel und Gegenstand

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Beratungen zur Entwicklung, Prüfung und Umsetzung von Gründungskonzepten vor der Realisierung.

Gefördert werden Vorhaben zur Gründung oder Übernahme eines Unternehmens oder zur mehrheitlichen Beteiligung an einem Unternehmen.

 

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Existenzgründer im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und der Freien Berufe.

Es gelten die Kriterien für kleine und mittlere Unternehmen gemäß KMU-Definition der Europäischen Kommission. Nicht gefördert werden Personen, die als Unternehmens- oder Wirtschaftsberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder vereidigter Buchprüfer tätig sind bzw. werden wollen.

 

Voraussetzungen

Das Vorhaben muss auf die Schaffung einer selbständigen Vollexistenz in Nordrhein-Westfalen abzielen.

Nicht gefördert werden Beratungen in der Start- und Festigungsphase nach vollzogener Gründung, Beratungen zu allgemeinen Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen sowie die Aufstellung von Jahresabschlüssen und Buchführungsarbeiten. Darüber hinaus gelten weitere Förderausschlüsse.

Die Beratungen sind mindestens zur Hälfte der Beratungszeit in Anwesenheit der zu beratenden Personen durchzuführen (bei Zirkelberatungen in vollem Umfang).

Die Eignung der Berater und Beratungsgesellschaften muss durch eine qualifizierte Ausbildung und durch mehrjährige Berufserfahrung gegenüber den Trägern nachgewiesen werden.

Vor Antragstellung ist ein Kontaktgespräch zu führen, an dem neben dem Antragsteller ein Vertreter der Anlaufstelle und der für das Projekt vorgesehene Berater teilnehmen. Die Liste der Anlaufstellen kann im Internet abgerufen werden.

 

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses. 

Der Zuschuss beträgt 50% eines Tagewerksatzes, maximal jedoch 400 EUR je Tagewerk. 

Bei Personen, die Arbeitslosengeld II beziehen sowie Hochschulabsolventen und Berufsrückkehrenden mit vergleichbarer Einkommenslage beträgt der Zuschuss 80% des Tagewerksatzes, max. jedoch 400 EUR. 

Bei Zirkelberatungen beträgt der Zuschuss für Arbeitslosengeld-Empfänger sowie Hochschulabsolventen und Berufsrückkehrende mit vergleichbarer Einkommenslage 90% des Tageswerksatzes, maximal jedoch 720 EUR. Der Eigenanteil beträgt mindestens 50 EUR. 

Innerhalb von 12 Monaten ab erster Antragstellung können insgesamt bis zu vier Tagewerke für Beratungen zu Neugründungen und Beteiligungen sowie bis zu sechs Tagewerke für Beratungen zu Betriebsübernahmen gefördert werden. Bei einer Zirkelberatung wird pro teilnehmende Person ein Tagewerk gefördert. 

Die Förderung einer Gründungsberatung kann innerhalb von fünf Jahren nur einmal in Anspruch genommen werden. 

 

Gründercoaching Deutschland 

Mit dem Förderprodukt Gründercoaching Deutschland unterstützen wir Sie mit einem Zuschuss zu einer professionellen externen Beratung –bis zu5 Jahre nach Gründung. Sie erhalten kompetenten Rat in wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen, um Ihre Erfolgsaussichten zu erhöhen.

 

Was wird gefördert ? 

  • Mit der geförderten Beratung können Sie zum Beispiel: 
  • Ihren Businessplan optimieren
  • Finanzierungsgespräche bei Banken vorbereiten
  • Marktanalysen und Vertriebskonzepte erstellen 
  • ein Controllingsystem entwickeln 
  • Ihr Personalwesen optimieren 

 

 

 

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage für: 

  • Beratung vor der Gründung 
  • überwiegende Beratungsinhalte zu Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen 
  • die Erstellung von Verträgen und Jahresabschlüssen 
  • Buchführungsarbeiten 
  • Erstellung und Gestaltung von Werbematerialien und Internetseiten 
  • Beschaffung von Software und Durchführung von EDV-Schulungen 

 

Wer wird gefördert ? 

  • Existenzgründer (auch Freiberufler) 
  • Unternehmensnachfolger 
  • junge Unternehmer Den Zuschuss können Sie in den ersten 5 Jahren nach Gründung nutzen. 

 

Sie erhalten die Förderung, wenn Sie: 

  • ein Unternehmen gegründet haben 
  • ein junges Unternehmen festigen möchten 
  • sich als Geschäftsführer an einem Unternehmen beteiligt haben 
  • ein Unternehmen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge übernommen haben 
  • ein Unternehmen im Haupterwerb oder vorläufig im Nebenerwerb führen 

 

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage für: 

  • Unternehmensstandorte im Ausland 
  • große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder mehr als 50 Mio. Euro Umsatz 
  • Unternehmen in Schwierigkeiten 
  • Unternehmen der Branchen 
  • Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur 
  • Unternehmensberatung, Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung